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Unterschied zwischen Dativ und Akkusativ

Unterschied Dativ und Akkusativ - Deutsch lernen

Die deutsche Sprache kennt vier Fälle. Diese stiften manchmal ein wenig Verwirrung und sind selbst bei muttersprachlichen Schülern nicht sehr beliebt. Trotzdem ist die Anwendung einfach zu erlernen.
Der Nominativ ist der Fall, in dem das Subjekt (der “Satzgegenstand”) steht. Das Objekt kann drei verschiedene Fälle annehmen: Genitiv, Dativ und Akkusativ. Der Genitiv spielt im Deutschen keine sehr große Rolle mehr. Wichtig sind die beiden Fälle Dativ und Akkusativ.

Akkusativ und Dativ als direktes und indirektes Verb

Vor allem bei Schülern, die Deutsch als Fremdsprache lernen, wird oft der Begriff direktes Objekt für den Akkusativ und indirektes Objekt für den Dativ verwendet. Ein direktes Objekt wird für eine Handlung benutzt oder bekommt die Handlung. Bei dem Satz “Ich schenke meiner Mutter ein Buch” ist Buch das direkte Objekt und steht demnach im Akkusativ. Das indirekte Objekt empfängt die Handlung des Akkusativs. In dem eben genannten Beispiel ist “meiner Mutter” das indirekte Objekt. Diese Regel ist zwar einfach, doch lässt sich diese nicht immer anwenden.

Akkusativ und Dativ nach bestimmten Verben

Die meisten Verben verlangen ein Akkusativobjekt. Es gibt aber eine kleine Anzahl von Verben, die den Dativ verlange. In diesem Fall steht das direkte Objekt im Dativ, womit sich obige Regel nicht mehr anwenden lässt. Zu diesen Verben sind unter anderem gehören, zuhören oder helfen. Bei dem Satz “Ich helfe meiner Freundin” steht das Objekt in Dativ und ist trotzdem das direkte Objekt.

Akkusativ und Dativ nach Präpositionen

Normalerweise bestimmt das Verb den Fall des Objekts. Wie eben erläutert wurde, handelt es sich dabei in den meisten Fällen um den Akkusativ. Das Objekt kann außerdem durch eine Präposition bestimmt werden. Es gibt Präpositionen, die den Akkusativ fordern, andere fordern den Dativ.
Folgende Präpositionen verlangen den Akkusativ:

gegen, für, bis, ohne, durch und um.

Im Satz “Ich kaufe ein Geschenk für meine Mutter” ist “meine Mutter” das Objekt im Akkusativ. Ein weiterer Satz mit einer Präposition ist: Ich fahre durch den Park. Auch hier steht das Objekt im Akkusativ.

Folgende Präpositionen verlangen den Dativ:

zu, von, seit, nach, mit, bei, gegenüber und aus.

Zum Beispiel “Er kommt aus dem Garten” oder “Ich gehe zu meiner Freundin”.

Es gibt auch eine Reihe von Präpositionen, welche sowohl den Dativ als auch den Akkusativ fordern können. Diese sind

an, hinter, auf, neben, über, in, unter, zwischen und vor.

Dabei kann der Autor eines Textes nicht frei entscheiden, welche Form er wählt, sondern diese richtete sich nach der Fragestellung. Wenn sich die Frage nach dem Fall mit “wo” verbinden lässt, dann steht das Objekt im Dativ. Beispiel: “Ich stehe hinter dem Haus”. Anders sieht es mit einer Frage nach dem “wohin” aus. Hier steht das Objekt im Akkusativ: “Ich gehe hinter das Haus”.

Merkhilfe für Verwendung des Dativobjekts

Für den Akkusativ bedarf es keiner Regel, denn das ist der häufigere Fall. Ein leichter Satz, mit dem sich der Lernende die Präpositionen für den Dativ einprägen kann, lautet folgendermaßen:

“Benutze nach, mit, seit, von, aus zu und bei zusammen mit Fall Nummer drei”.

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